AKTUELLE INFOS AUS DEM PROJEKT  (Stand Dezember 2018)

BILDUNG FÜR AWASA


Während meiner Projekteinsätze im Jahr 2018 besuchte ich  zahlreiche der 58 Schulen und Kindergärten in der Diözese Awasa. Und ich kann in dieser kurzen Berichterstattung wiederum viel Positives aus unseren Projektumsetzungen berichten.

 

An den Anfang möchte ich unsere nach wie vor größte Herausforderung stellen: Die effektive Umsetzung des Kinderschutzs in allen unseren Bildungseinrichtungen, in denen zur Zeit über 21.300 Kinder und Jugendliche den Zugang zu Bildung und einen Schulbesuch ohne Angst, ohne Gewalt erfahren dürfen. Das ist die wohl beste Investition in die Zukunft der kommenden jungen Generation der Region Awasa.  Wir haben seit letztem Jahr eine zusätzliche Stelle im Erziehungsdepartment der Diözese Awasa geschaffen, sodass es nun eine Person gibt, die sich ausschließlich um den Bereich des Kinderschutzes kümmert. Das ist ein wichtiger Schritt dahin, dass Kinderschutz in Zukunft als fixer Bestandteil aller Bildungsprojekte in der Diözese Awasa umgesetzt wird. Mit Ende des laufenden akademischen Jahres werden die Strukturen für den Kinderschutz soweit gefestigt sein, dass die hauptverantwortung von unseren Partnern getragen werden kann. Die Beauftragte für Kinderschutz sowie speziell geschulte Vertrauenspersonen für die Schülerinnen und Schüler werden dafür sorgen, dass Kinderschutz in den Schulen der Diözese Awasa Realität ist und nachhaltig weiter verbessert wird.

WASSER FÜR DIE MISSIONSSCHULE IN QILLENSO

 

Seit dem November 2017 ist die Wasserversorgung für die Missionsschule in Qillenso wieder saniert. Dank der engagierten Initiative privater Sponsoren aus den Reihen unseres Vereins konnte die Wasserversorgung für rund 300 Kinder, die die Missionsschule in Qillenso besuchen, realisiert werden.

Die Wasserleitung wurde erweitert, neue Wasserreservoirs konnten installiert und eine neue Wasserausgabestelle im Schulhof gebaut werden. Alle Kinder erhielten Trainings und Schulungen im Gebrauch von Wasser, Toiletten und Hygienemaßnahmen. - Ein großes Dankeschön an dieser Stelle nochmals für diese Initiative.

SPEZIELLE KRISENSITUATION IN DER MISSIONSSCHULE IN GALCHA

 

Seit April 2018 herrscht aufgrund ethnischer Unruhen eine extreme Notistuation in der Region um die Missionsschule in Galcha: rund 1 Million Menschen müssen als intern Vertriebene überleben.


Infolge politischer Unruhen haben 1 Million Menschen über Nacht alles verloren und mussten alles zurücklassen. Viele fanden bei anderen Familien Unterschlupf, eine große Anzahl der Menschen lebt seitdem in Camps. Ihre Zukunft ist ungewiss, ebenso die Angst, wie es weitergehen soll mit ihnen. Für Tausende Menschen ist die Missionsstation Galcha der einzige Ort, wo sie Hilfe erhalten. Auch in der Schule sind in diesem Jahr viele Kinder der geflüchteten Familien. Für sie ist es besonders wichtig, dass sie auch in dieser extremen Situation weiter zur Schule gehen können.

KURZINFO | BILDUNG FÜR AWASA

Bildung ist der Schlüssel
für die Zukunft.

 

Führt man die grundlegenden Probleme der Menschen in dieser Region zurück zu den Ursprüngen - egal ob Mangelernährung, Armut, Trinkwasserprobleme oder Krankheiten wie Malaria oder HIV/AIDS - die Hauptproblematik ist der gravierende Mangel an Bildung.

 

Fast 21.300 Schülerinnen und Schülern in 58 Schulen des Vikariats Awasa konnten im vergangenen Schuljahr durch dieses Projekt den Zugang zu Schule und Ausbildung erhalten.

 

Rund ein Viertel dieser Kinder stammt aus ärmsten Familien, denen oft nicht einmal die Finanzierung der jährlichen Schuleinschreibegebühr von umgerechnet 3 Euro für ein Kind möglich ist.

 

Der Prozentsatz Buben : Mädchen konnte im Vergleich zum Jahr 1997, dem Beginn des Projektes, als er bei 97 : 3 lag, inzwischen auf 51 : 49 verbessert werden. Mit Ihrer Hilfe werden wir schon bald die 50 : 50 - Quote erreichen!

 

Geben Sie mit Ihrer Spende für dieses Projekt Kindern einen Schlüssel in die Hand, der Zukunft heißt!

SPENDENKONTO:

BILDUNG FÜR AWASA

 

IBAN: AT062060403100723356

BIC:   SPFKAT2B

 

Betreff: Bildung für Awasa

REGION BORANA - WAS IM JAHR 2018 ALLES BEWERKSTELLIGT WERDEN KONNTE

 

Im Schuljahr 2017/18 waren die gravierenden  Folgen der massiven Dürre der Vorjahre weiterhin spürbar, dennoch entspannte sich die Situation zusehends.

Die Schülerzahlen sind stark gestiegen und umfassen derzeit 1.270 Schülerinnen und Schüler in den drei Schulen und vier Internaten. Die wichtigsten Gründe dafür sind die sehr gut funktionierenden Schulausspeisungsprogramme sowie die Sanierungen der Einrichtungen in den Schulen und Internaten. So wurden in allen Internaten neue Matratzen gekauft, defekte Betten und Möbel repariert und auch zusätzliche personelle Ressourchen zur Betreuung der Schülerinnen geschaffen. Zudem wurden in den letzten Monaten intensive Schulungen und Trainings für das Betreuungspersonal in den Borana-Internaten umgesetzt. Auch sämtliche Schülerinnen und Schüler der Internate erhielten ein spezielles Training, um die Maßnahmen und Regeln, die in den Internaten gelten besser zu verstehen und um erkennen zu können, dass diese ausschließlich zu deren eigenem Schutz und Sicherheit dienen.

(Michael Zündel, Dezember 2018)

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