AKTUELLE INFOS AUS DEM PROJEKT (Stand September 2017)

FAMILY-SUPPORT GONDAR

Seit mehr als vier Jahren schon arbeiten wir unter der Führung von Michael Wolfrum mit unserem Projektpartner WOGEN sehr intensiv an der Verbesserung und Optimierung der Projekte und Kooperativen in Gondar. Besonderes Augenmerk legen wir dabei auf die Nachhaltigkeit der Maßnahmen und Projekte. Seit Anfang 2016 arbeitern wir im Sinne der Nachhaltigkeit und Effizienz auch mit einer zweiten Partnerorganisation, dem Epichariat Bahir Dar/Dessi im Bereich der Förderung von Frauen.  Wir versuchen dabei auch mögliche Synergien zwischen beiden Partnern zu nutzen, um doppelte Strukturen zu vermeiden und dafür zu sorgen, dass die Hilfe dort ankommt, wo sie die Menschen am meisten brauchen.

 

KURZINFO | FAMILY-SUPPORT GONDAR

In Gondar leben viele Menschen unter  härtesten Lebensbedingungen. Meist reicht das Geld nicht, um die eigenen Kinder satt zu bekommen, von der Möglichkeit, Kinder in die Schule zu schicken oder nötige Medikamente zu kaufen, ganz zu schweigen. Vor allem alleinerziehende Mütter sind betroffen.

 

Die Projekte ermöglichen vor allem Frauen mit einem von uns zur Verfügung gestellten Startkapital, einen kleinen Laden,eine Tierzucht oder gemeinsam mit anderen Kooperativen zu gründen. So können diese Familien ein eigenständiges Einkommen erwirtschaften und über kurz oder lang auf eigenen Beinen stehen.

 

Mit einer speziellen Patenschaft, die Sie übernehmen können, sichern Sie einer Frau/einer Familie nachhaltig einen Start in ein selbstbestimmtes Leben.

SPENDENKONTO:

FAMILY-SUPPORT GONDAR

 

IBAN: AT062060403100723356

BIC:   SPFKAT2B

 

Betreff:  Family-Support Gondar

KLEINKREDITE ALS CHANCE - BEISPIEL "BAMBOO-PROJECT"

Auch wenn die Kapazität unseres langjährigen Projektpartners, der lokalen NGO WOGEN leider nicht so effizient und leistungsfähig ist, wie wir uns das wünschen würden, gelingen immer wieder auch sehr erfolgreiche und eindrucksvolle Kleinprojekte, die mit Kleinkrediten, die an arbeitswillige und motivierte Menschen vergeben werden, umgesetzt werden können.

 

Oft sind es Frauen, die diese Erfolgsprojekte schreiben, im Moment aber ist auch ein junger Mann dabei, dessen Erfolgsgeschichte wir wir kurz schildern möchten: Mit einem Kleinkredit unterstützt gelang es dem jungen Familienvater, eine kleine Holzwerkstatt auf die Füße zu stellen. Aus Bambusholz fertigt er Möbel, Bilderrahmen, Lampenschirme und vieles mehr. Seine Auftragsbücher sind voll, seine Familie darf froh über ein gesichertes Einkommen sein und kann positiv in die Zukunft blicken.

 

Arbaba-Mill

Dass Mühlen offensichtlich in Äthiopien besonders langsam mahlen, mussten wir in den letzten Jahren leider zur Kenntnis nehmen. Nun aber ist der Transformator in Arbaba installiert und die elektrischen Mühlen laufen und ermöglichen den neun Frauen der Genossenschaft das Mahlen von Getreide und Gewürzen und so den Erwerb eines kleinen Einkommens. Es ist auch gut, dass in der Zwischenzeit ein Teil der Kooperative auf andere einkommensschaffende Maßnahmen umgestiegen ist, die meisten davon auf individuelle Schafzucht. Dass diese funktionieren, davon konnten wir uns im Zuge unserer Projektbesuche 2017 ebenfalls überzeugen.

 

 

Frauenförderung - Nutzung gemeinsamer Projektstrukturen

Mit unserer neuen Partnerorganisation haben wir ein Projekt zur Förderung von rund 30 Frauen in Arbaba, nahe der Stadt Gondar, gestartet. Wir versuchen dabei die Strukturen der NGO Wogen und die des Epichariats Bahir/Dar Dessi effizient zu nutzen und  Möglichkeiten der Zusammenarbeit beider Partnerorganisationen zu optimieren. Das ist nicht immer ganz einfach, da dies bisher offensichtlich auch nicht sehr üblich ist in Äthiopien, aber schlussendlich doch möglich. Dieses Projekt gilt für uns auch als eine Art Pilotprojekt, um den Schwerpunkt "Frauenförderung und Chancenverbesserung für Mädchen und Frauen in Äthiopien" weiter auszubauen.

Unser Ziel ist es nach wie vor, ein effektives Projekt zum Schutz von Mädchen und Frauen vor Gewalt, sexuellen Übergriffen und leidvolle Traditionen wie frühe Verheiratung oder Beschneidung umsetzen zu können. Aus diesem Grund haben wir auch Kontaktstrukturen mit einem äußerst erfolgreichen Frauenförderungsprojekt in Awasa geschaffen. Dort werden unter der engagierten und unermüdlichen Leitung von Schwester Dolores, einer Schwester des Comboni-Ordens, seit fast zwei Jahrzehnten zahlreiche Frauen (2016/17 waren es 342!!) gefördert und in verschiedenen Berufsgebieten ausgebildet. Und was fast nicht zu glauben ist, bestätigt Schwester Dolores mir im Juni dieses Jahres voller Stolz: "In den vergangenen Jahren haben alle Frauen, die wir im WOMEN'S PROMOTION COLLEGE in Awasa ausgebildet haben, einen Job erhalten!" - Wir haben dieses Projekt daher ebenfalls unterstützt und zudem die Zusage erhalten, dass Schwester Dolores als Beraterin für ein mögliches ähnliches Projekt in Gondar oder einer anderen Region fungieren wird, wenn ihre Unterstützung gefragt ist.

 

 

 

(Michael Zündel, September 2017)

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