Von den rund 4 Millionen Kindern und Jugendlichen, die im Vikariat Awasa, in Südäthiopien mit ihren Familien leben, haben nur knapp über 80 Prozent die Möglichkeit, einen Kindergarten oder eine Schule zu besuchen, denn besonders auf dem Land müssen die Kinder in Äthiopien in der Regel schon sehr früh mitarbeiten, um die Familie zu unterstützen.
Doch gerade Bildung sichert später nachhaltig die Existenz der Menschen. Darüber hinaus kann Wissen über die Bedrohung durch Krankheiten oder grundsätzliche Hygienemaßnahmen das Leben vieler Menschen retten. Mit dem Projekt Bildung für Awasa unterstützen Sie Kinder – vor allem die leider noch immer stärker benachteiligten Mädchen – damit sie den Zugang zu Schule und Ausbildung erhalten, um so ihre Zukunft meistern zu können. Schon seit der Vereinsgründung setzt „Schritte in Äthiopien“ gemeinsam mit der Caritas Auslandshilfe und dem Vikariat Awasa diese Unterstützung für derzeit fast 25.000 Kinder jährlich um. Das Projekt wurde bereits 1997 ins Leben gerufen.
Durch den langjährigen Partner vor Ort kann seither eine zuverlässige Abwicklung gewährleistet werden! Ein Beispiel: Bereits mit 10 - 15 Euro (das ist die durchschnittliche jährliche Einschreibegebühr für ein Kind) ermöglichen Sie einem Kind ein ganzes Schuljahr in der ländlichen Region Awasa. Damit zaubern Sie ein Strahlen in die Augen dieser Kinder, denn sie sind mehr als dankbar dafür, dass sie diese Chance bekommen.
Junge Frauen haben in Äthiopien deutlich weniger Chancen auf Bildung oder einen Beruf. Sie werden noch immer zwangsverheiratet, müssen hart für die Familie arbeiten und bringen im Schnitt 5 - 6 Kinder zur Welt. „Frauenhäuser“ als Zufluchtsstätte vor gewalttätigen, männlichen Verwandten gibt es nicht. - Es kann nicht sein, dass junge Mädchen keine Wahl haben und immer noch "Menschen zweiter Klasse" sind!
Unserer Unterstützung für Frauen und Familien begann im Jahr 2011 mit Familienpatenschaften in Gondar. Seit 2017 haben wir den Fokus auf zwei vielversprechende neue Projekte verlegt.
Eines dieser Projekte ist die Unterstützung des Projektes "Women Empowerment" in der Diözese Hosanna. Das Projekt zur Frauenförderung in Hosanna verfolgt drei spezifische Ziele: die Verbesserung der sozialen und wirtschaftlichen Situation der betroffenen Frauen, die Verringerung schädlicher Praktiken und Formen von Gewalt im Zielgebiet und die Verbesserung der Bildung und psychologischen Situation gefährdeter Mädchen im Zielgebiet.
Dank der Unterstützung von SCHRITTE IN ÄTHIOPIEN kann dieses von der Diözese Hosanna initierte Projekt in einigen zusätzlichen Gebieten der Diözese umgesetzt werden.
Wir investieren mit Ihrer Hilfe in die Ausbildung junger Frauen. In der Stadt Hawassa kooperieren wir mit dem Women's Promotion College, gegründet ursprünglich von engagierten Schwestern vom Missionsorden der Comboni-Schwestern. Seit 2023 hat ein ebenso engagiertes Schwesternteam der Dominikanerinnen das College übernommen. Schaffen die jungen Frauen den Collegeabschluss, ist ihnen durch die staatliche Zertifizierung der Ausbildung ein Arbeitsplatz so gut wie sicher. Unsere Vision: Wir wollen durch die Zusammenarbeit mit dem Women's Promotion College in Hawassa die Hilfe und Unterstützung für möglichst viele Frauen und Familien noch effizienter und nachhaltiger machen.
Mit Ihrer Unterstützung erhalten junge Frauen in Hawassa eine fundierte Ausbildung zur Hotelfachfrau, Köchin, Sekretärin, Servierfachfrau, Schneiderin, Mode-Designerin und Computerfachfrau. Auch Frauen mit Beeinträchtigungen erhalten eine Chance auf eine Ausbildung, zudem führen die Schwestern die Arbeit mit rund 30 Frauen im Frauengefängnis in Hawassa fort, um auch für diese Frauen eine Perspektive nach ihrer Haftzeit zu eröffnen.
Hilfe beim Neuanfang für Menschen nach der Dürre
Nach wie vor leben im Süden Äthiopiens, in der Region Borana, zehntausende Menschen in Camps, allein 10 000 Menschen im Camp bei Dublik - vertrieben von Hunger und Dürre.
Gemeinsam mit der Caritas Auslandshilfe Vorarlberg und dem Projektparter SCORE/Spirtitan Fathers in Borana, unterstützen wir einen Teil von ihnen - 80 Familien und 500 Kinder, um ihnen einen solchen Neuanfang möglich zu machen.
Menschenwürdige Infrastruktur in einem Frauengefängnis in Addis Abeba
Während der Zeit des Tigraykrieges wurden in Äthiopien zehntausende Menschen ins Gefängnis gesteckt, nur weil sie der Ehnie der Tigray angehörten. Darunter waren auch sehr viele Frauen. Die Zustände in den Gefängnissen waren alles andere als menschenwürdig. Wir haben aus diesem Grund die Sanierung der Infrastruktur eines Frauengefängnisses in Addis Abeba mit unterstützt.